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Nanjing 2009
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28.09.2009

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Nanjing: Kasparovs Handschrift? Carlsen schlägt Leko mit Schottisch
Heute begann das 2. Pearl Spring-Turnier in Nanjing. Sechs Spieler sind am
Start. Neben Vorjahressieger Veselin Topalov treten Magnus Carlsen, Peter
Leko, Teimour Radjabov, Dimitry Jakovenko und Lokalmatador Wang Yue an. Zum
Auftakt gewann einzig Magnus Carlsen seine Partie gegen Peter Leko. Carlsen
griff erstmals zur Schottischen Partie. Vielleicht ist hier ja schon die
Handschrift Kasparov erkennbar. Der ehemalige Weltmeister und neue Trainer
von Carlsen hatte bereits angemerkt, dass sein Schützling zu oft "unseriöse
Eröffnungen" spielt". Parallel zum Pearl Spring-Turnier findet in Nanjing
das zweite Frauen Grand Prix-Turnier mit Spielerinnen statt. Die gestrige
Eröffnungsfeier und Auslosung wurde von den Gastgebern spektakulär in Szene
gesetzt.
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29.09.2009

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Nanjing: Carlsen schlägt Topalov und "der Chef schaut zu"
Magnus Carlsen gewann heute früh in der zweiten Runde des Pearl
Spring-Turniers in Nanjing gegen Veselin Topalov. Da die übrigen Partien
remis endeten - Radjabov hatte im Drachen gegen Leko keine Mühe
auszugleichen und auch Wang Yues Russe hielt gegen Jakovenko - ist der
Norweger bisher der einzige Spieler mit Gewinnpartien und führt mit 2
Punkten das Turnier an. Es lohnt sich eben, in gutes Schachtraining zu
investieren. Der neue Trainer ist übrigens nicht in Nanjing vor Ort, sondern
schaute gegen Ende der Partie im Fritz-Server zu, wie die Zuschauer dort
sogleich bemerkten: "The Chief is kibitzing...!" Inzwischen wurde weitere
Bilder der atemberaubenden und gut besuchten Eröffnungsveranstaltung
veröffentlich und man fragt sich angesichts derselben, wie jemals jemand auf
die Idee kommen konnte, Top-Schachturniere anderswo als in China zu
veranstalten. Die Spieler wurden dieses Jahr übrigens nicht in Maojacken
gesteckt, sondern tragen traditionelle bunte chinesische Jacken, was auch
die Unterscheidung für Nichtfachjournalisten erleichtert: Carlsen spielt in
rot.
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30.09.2009

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Frauen-GP-Turnier: Dzagnidze weiter maximal
Auch in der dritten Runde des Grand Prix-Turniers der Frauen in Nanjing kam
Nana Dzagnidze zum vollen Punkt. Die Georgierin besiegte heute in einer
wilden Partie in der Meraner Variante die frühere Weltmeisterin Zhu Chen und
führt mit 3 aus 3. Mit einem halben Punkt Rückstand folgt mit Xu Yuhua eine
weitere Ex-Weltmeisterin. Sie gab heute mit Schwarz Lilit Mkrtchian das
Nachsehen. Zu Punktgewinnen kamen außerdem Zhao Xue gegen Shen Yang und Ju
Wenjun gegen Betul Yildiz.
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30.09.2009

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Nanjing: Carlsen ausgebremst
Wang Yue schaffte es heute als erster Spieler im Pearl Spring-Turnier In
Nanjing, den Schwung von Magnus Carlsen abzubremsen. Der schwer zu
besiegende Chinese stand allerdings lange Zeit gegen Carlsens
Grünfeld-Verteidigung unter Druck, bis er dank einiger Ungenauigkeiten
seines Gegners doch noch den Remishafen erreichte. Auch Peter Leko befand
sich gegen Veselin Topalov mit einem Minusbauern in der Verteidigung, kam
aber schließlich ebenfalls zu einem Remis. Zuvor war auch die Partie
zwischen Teimour Radjabov und Dimitry Jakovenko durch Punkteteilung beendet
worden. Carlsen führt mit 2,5 Punkten bei einem Punkt Vorsprung und ist
weiter der einzige Spieler bisher, der eine Partien gewonnen hat.
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01.10.2009

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Nanjing: Carlsen erarbeitet sich dritten Sieg
Gestern konnte Magnus Carlsen beim Pearl Spring-Turnier in Nanjing seine
vorteilhafte Partie nicht zum Sieg führen und auch heute sah es
zwischendurch so aus, als ob der Norweger die Früchte seiner guten
Eröffnungsarbeit nicht würde ernten können. Mit den schwarzen Steinen kam
Carlsen gegen Dimitry Jakovenko im Najdorf-Sizilianer zu einer guten
Stellung, doch dann erlaubte er einiges Gegenspiel. Schließlich fing der
Schützling von Kasparov den Vorteil wieder ein und kam zu seinem dritten
vollen Punkt. Die beiden übrigen Partien endeten remis, wobei Veselin
Topalov gegen Teimour Radjabov mit Schwarz im Schotten bange Minuten zu
überstehen hatte. Magnus Carlsen führt nun mit 3,5 aus 4 und 1,5 Punkten
Vorsprung vor dem Rest.
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02.10.2009

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Carlsen im Fischer-Stil
Beim Pearl Spring-Turnier in Nanjing reiht Magnus Carlsen weiter Sieg auf
Sieg. Heute gewann der Norweger in nur 25 Zügen gegen Teimour Radjabov. In
der Rossolimo-Variante zeigte sich Carlsen mit Weiß sehr gut vorbereitet und
kam schnell zum Erfolg, nachdem Radjabov infolge einiger Ungenauigkeiten in
eine schwierige Situation geraten war. Topalov setzte Wang Yue in der
Slawischen Partie unter Druck, jedoch ohne zählbaren Erfolg. Ebenfalls remis
endete die Partie zwischen Leko und Jakovenko. Carlsen vereinigt weiterhin
alle Gewinnpartien auf sich und führt nun mit 2 Punkten Vorsprung. Zweiter
ist mit Wang Yue der Spieler, der als einiger bisher gegen Carlsen remis
hielt.
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04.10.2009

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Nanjing: Carlsen remis, Topalov gewinnt
Der Siegeslauf des Magnus Carlsen beim Pearl-Spring-Turnier in Nanjing wurde
heute wieder gestoppt. Carlsens Grünfeldinder machte auf Peter Leko wenig
Eindruck und bald musste der Norweger mit einer Qualität weniger ums Remis
kämpfen - eine Aufgabe, die er mit Erfolg meisterte. Veselin Topalov reihte sich
als zweiter Spieler in die Siegerliste ein. Nach einem recht spekulativen
Figurenopfer profitierte der Bulgare von einer Reihe von Ungenauigkeiten seines
Gegners. Schließlich stellte Jakovenko auch noch einen Turm ein. Radjabov und
Wang Yue trennten sich remis. In der Tabelle führt Carlsen mit 2 Punkten
Vorsprung.
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05.10.2009

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Drei Remis beim Pearl Spring Turnier
Die heutige siebte Runde des Pearl Spring-Turniers in Nanjing endete mit
drei Punkteteilungen. Veselin Topalov konnte Magnus Carlsens
Sveshnikov-Sizilianer nicht entscheidend bedrängen. Im 21. Zug war der
Bulgare mit Tc1 von der Vorgängerpartie Shirov gegen Carlsen, Sofia 2009,
abgewichen, ohne aber damit verwertbaren Vorteil zu erzielen. Die Partie
Wang Yue gegen Dimitry Jakovenko endete nach Grünfeldindischem Beginn in
einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern ebenfalls remis. Und auch
Teimour Radjabov und Peter Leko teilten die Punkte. Hier war der
Aserbeidschaner der ewigen Grünfeld-Verteidigung mit 1.Sf3 radikal
ausgewichen. Doch am Ende standen auch hier ungleichfarbige Läufer auf dem
Brett. Carlsen führt weiter mit 2 Punkten Vorsprung.
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06.10.2009

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Nanjing: Carlsen, Topalov und Jakovenko mit Siegen
Magnus Carlsen feierte heute in Nanjing seinen fünften Partiegewinn. Mit den
weißen Steinen knackte der Norweger die Slawische Verteidigung von Wang Yue,
der wegen seiner Unüberwindbarkeit von den Kollegen den Spitznamen "die
Chinesische Mauer" erhalten hat, allerdings auch erst im Endspiel und mit
der gütigen Hilfe des Chinesen. Auch die übrigen Partie fanden diesmal einen
Sieger. Veselin Topalov bezwang mit Schwarz die Grünfeldverteidigung Peter
Lekos. Dmitrij Jakovenko besiegte Teimour Radjabov, dessen Neuerung in der
aserbeidschaniischen Variante 13...e6 nicht wirklich überzeugen konnte. In
der Tabelle führt Magnus Carlsen weiter mit zwei vollen Punkten Vorsprung.
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08.10.2009

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Carlsen vorzeitig Sieger in Nanjing
Nach einer überragenden Hinrunde mit 4 aus 5 hat Magnus Carlsen die
Rückrunde beim Pearl Spring Turnier in Nanjing etwas ruhiger gestaltet und
begnüget sich mit bisher "nur" einem Sieg. Heute trennte der Norweger sich
von Teimor Radjabov remis. Carlsen setzte mit den schwarzen Steinen wieder
auf die Grünfeld-Verteidigung und hatte keine Mühe, in der alten
Abtauschvariante auszugleichen. Damit war der Turniersieg von Magnus Carslen
schon vor der Schlussrunde amtlich. In der Live Rating Liste, die alle
Elo-Veränderungen der Spitzenspieler aktuell mitrechnet, hat der Norweger
bei einem Zuwachs von knapp 25 Punkten Aronian und Anand überholt und liegt
nun hinter Topalov auf Platz Zwei. Auch die beiden übrigen Partien endeten
unentschieden, so dass sich am Tabellenbild nichts geändert hat. Am
gestrigen Ruhetag unternahmen einige Spieler einen Ausflug zur chinesischen
Mauer.
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09.10.2009

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Carlsen dreimal Sieger in Nanjing
In der vorgezogenen Schlussrunde des Pearl Spring-Turniers gab Magnus
Carlsen heute noch einmal Gas und besiegte als Führer der weißen Steine
Dmitrij Jakovenko. Die Partien zwischen Wang Yue und Peter Leko sowie
Veselin Topalov und Teimour Radjabov endeten remis, allerdings erst nach
längerem Kampf. Die letztgenannte Partie dauerte dabei fast 100 Züge, bevor
auch hier das Unentscheiden amtlich wurde. Für Magnus Carlsen, dessen
Turniersieg bereits feststand, machte es Sinn, noch einmal auf den vollen
Punkt zu gehen. Durch seinen sechste Partiegewinn in diesem Turnier
kletterte der Norweger nämlich in der
Liveratingliste über die Marke von 2800-Elopunkten. Die chinesischen
Organisatoren in Nanjing präsentierten die beiden Turniere, das Pearl
Spring-Turnier und den parallel ausgetragenen Frauen-Grand Prix, routiniert und charmant.
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13.10.2009

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Carlsen und kein Ende
Magnus Carlsens 8 aus 10 Sieg beim Pearl Spring Turnier in Nanking sorgt weiter
für Aufregung. Wie ein Blick auf die Live
Rating Webseite verrät, hat Carlsen dadurch die Elo-Schallmauer von
2800 virtuell durchbrochen und würde das Turnier direkt ausgewertet werden,
läge Carlsen jetzt hinter Veselin Topalov auf Platz Zwei der Weltrangliste.
Elo-Experte Jeff Sonas
zeigt, dass Carlsens Ergebnis in Nanking zu den besten 20 Turnierergebnissen
aller Zeiten gehört und das beste Turnierergebnis ist, das je von einem
Jugendlichen erzielt wurde, während Dylan
Loeb McClain in der New York Times spekuliert, wie sich Carlsens Training mit Kasparov
auf sein Spiel ausgewirkt hat. Und zum Glück für alle Fans steigt
Carlsen bald wieder in den Ring. Bei der Mannschaftseuropameisterschaft, die
vom 21. bis 31. Oktober im serbischen Novi Sad stattfindet, spielt er an Brett
Eins für Norwegen.
Turnierseite Mannschaftseuropameisterschaft...,
Jeff Sonas' Turniervergleich
(engl.)..., Artikel
in der New York Times (engl.)..., Live
Rating (engl.)...
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14.10.2009

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Magnus' mächtige Springer
Magnus Carlsens Turniersieg in Nanjing gehört zu den besten zwanzig
Turnierergebnissen aller Zeiten, mit Weiß gelang es ihm sogar, alle Partien (5)
zu gewinnen. Bei seiner Begegnung mit Wang Yue in Runde acht kam es zu einem
komplizierten Endspiel, in dem aufgrund des reduzierten Materials eigentlich alles auf ein Remis
hindeutete. Doch Magnus Carlsens Springern gelang es, noch so viele Fallstricke auszulegen, dass Schwarz schließlich
noch stolperte. GM Karsten Müller hat dieses sehenswerte Endspiel für ChessBase
Magazin Online kommentiert und weiß unter anderem zu erklären, welche
Bedeutung hier die Troitzky-Linie hat.
Analyse von GM Karsten
Müller...
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